Wir sind alle verdeckte Agenten für
unseren Gott.
Das aber sollte nicht eine
Handlungsanweisung für uns sein, sondern nur eine
Sichtweise, wie wir unseren Platz in dieser Welt sehen, den
Gott uns gegeben hat.
Ich glaube nicht, dass unsere Arbeit nur
ein Vorwand sein sollte für etwas anderes.
Natürlich ist es ein wichtiger Teil von
Gottes Plan für seine Gemeinde, wenn er uns an einen Platz
stellt, wo wir Einfluss ausüben können. Das haben wir
vielleicht auch zu oft übersehen und haben uns stattdessen
in eine abgesonderte christliche Subkultur verkrochen. Uns
an einen wichtigen Platz zu stellen, ist seine Strategie. Es
ist nicht unsere Idee. Unsere Verantwortung ist, dass alles
was wir tun, zu Gottes Ehre geschieht, wo immer er uns
hingestellt hat.
Wir sind berufen, in unserem Beruf das
Beste zu leisten, ganz unabhängig von irgendeinem
evangelistischen Auftrag. Unsere Motivation sollte sein,
dass wir dort unser Bestes geben zur Ehre Gottes allein.
Was wir auch immer beruflich tun, sollte
seinen Zweck in sich selbst haben. Es sollte nie Mittel zum
Zweck sein. Christen sollten an ihrem Arbeitsplatz dafür
geschätzt werden, wer sie als Menschen sind und was sie
für eine Arbeit leisten. Unser christlicher Glaube und der
damit verbundene evangelistische Auftrag ist niemals eine
"Taktik". Unser Glaube sowie auch unsere Arbeit
sollten unabhängig voneinander stehen können. Der Glaube
gibt natürlich unserer Arbeit Sinn und Ziel, aber er würde
zu kurz greifen, wenn er nur eine Tarnung wäre für eine
verdeckte Operation.