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Foto des Monats

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Jahr:2009
Monat:April
Titel:Wind
Beschreibung:Besser eine Hand voll mit Ruhe als beide Fäuste voll mit Mühe und Haschen nach Wind (Pred 6,10)

In Hamburg Altenwerder, nahe der A7 wurden im März zwei E-126/6MW Windkraftanlagen der Firma Enercon aus dem ostfriesischen Aurich montiert. Dies geschah mit einem der größten und leistungsstärksten Kräne der Welt. Nach Emden und Cuxhaven steht dieser Windkraftanlagentyp nun an einem weiteren Standort in Norddeutschland. Es handelt sich bei E-126/ 6MW um die derzeit leistungsstärkste Windkraftanlage der Welt! Bei einer Nabenhöhe von 135m, einer Gesamthöhe von 198m und einem gewaltigen Rotordurchmesser von 127m können mit einem einzigen dieser Kraftwerke immerhin ca. 5000-7000 Haushalte mit Strom versorgt werden. Unbestritten handelt es sich um eine technische Meisterleistung! Das entscheidende ist jedoch der Wind! Wind steht heute so gar nicht für das Vergängliche, sondern für erneuerbare Energie, die letztendlich auf die Sonne zurückzuführen ist. Im Zeitalter immer leistungsfähigerer Windkraftanlagen scheint es so, als sei der Text des Predigers Salomo hoffnungslos überholt. Denn die Menschen haschen heutzutage sehr erfolgreich nach Wind und wandeln dessen Energie in elektrischen Strom um. Doch ist der Wind und das Haschen nach ihm - z.B. mit großen Windkraftanlagen - nicht ein sehr modernes Symbol für Unruhe und Mühe? Und trifft hier der biblische Text nicht wieder einmal ins Schwarze? Ungelöste Klimaprobleme, Wirtschaftskrise, Energiekrise, etc. stellen die Menschen vor schier unlösbare Probleme – trotz allen technischen Fortschritts! Mühe, Unruhe, Wachstumszwänge und unaufhaltsamer Fortschritt – wozu das alles? Die Frage nach dem Lebenssinn lässt sich nicht mit noch mehr Leistung und Mühe, also nicht mit Haschen nach Wind beantworten, sondern sie muss von Gott selbst beantwortet werden! Das steckt in dem Spruch des Predigers: wohltuende Ruhe! Wenn eine dieser gigantischen Windkraftanlagen still steht, bedeutet das Stress, Verlust und Einschränkung. Dagegen bedeutet Ruhe nach biblischem Verständnis weder Rückschritt noch Stillstand, sondern Zeit zur dringend notwendigen Orientierung an den unveränderlichen Maßstäben Gottes für unser Leben. Ruhe, um Bilanz zu ziehen. Ruhe, um mit Gott ins Reine zu kommen. Gott hat die Ruhe geschaffen – nutze sie!

Foto und Text: Winfried Borlinghaus, DCTB Korntal

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