
![]() Was ist eigentlich Evolution?Was ist unter Evolution zu verstehen?Unter "Evolution" ist die Auffassung zu verstehen, daß sich im Laufe von Jahrmilliarden alle heute lebenden Arten von Organismen aus anorganischer (=lebloser) Materie selbst entwickelt haben und miteinander abstammungsmäßig verwandt sind.Evolution soll etwa so verlaufen sein: Vor 15-20 Milliarden Jahren führte ein "Urknall" zur Bildung von Materie; die Erde samt einer primitiven "Uratmosphäre" entstand. Unter Einwirkung von Energie (UV-Licht, Blitze) bildeten sich in einer "Ursuppe" organische Moleküle (Aminosäuren). Im Verlauf von weiteren Jahrmilliarden entwickelten sich daraus "Urzellen", die sich dann Schritt für Schritt - durch Zufall und Notwendigkeit - weiter zu Krustentieren, Fischen, Amphibien und Reptilien veränderten. Schließlich entstanden durch weitere Mutationen und durch Selektion die ersten spitzmausartigen "Ursäugetiere", aus denen sich die heute noch vorkommenden Säuger und der Mensch entwickelten. In jüngster Zeit verstehen manche den technischen Fortschritt als Fortsetzung der biologischen Evolution und hoffen, mit einer Symbiose Mensch-Technik die Probleme der Gegenwart und Zukunft zu lösen (1). Ist die Evolutionstheorie wissenschaftlich begründet?Der Evolutionsgedanke findet sich bereits in vorderasiatischen Mythen des Altertums und bei griechischen Philosophen wie z.B. Anaximander von Milet (610-547 v. Chr.) (2). Im 17. und 18. Jahrhundert wurden diese Vorstellungen neu aufgegriffen. Im 19. Jahrhundert wurden sie dann von Darwin, Haeckel und Huxley weitergedacht und einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht. Seither setzte sich diese Auffassung unter Biologen, Paläontologen, Geologen, aber auch Physikern und Theologen immer mehr durch und prägte die öffentliche Meinung. Erst in jüngster Zeit gibt es zunehmendVeröffentlichungen von Wissenschaftlern, die nicht nur auf Widersprüche und Schwachpunkte der Evolutionstheorie hinweisen, sondern sie grundsätzlich in Frage stellen (3).Ein Problem besteht z. B. darin, daß Zwischenstufen für eine angenommene Entwicklungsreihe in regelhaftem Ausmaß fehlen. Der vielzitierte "Archaeoptegix" - ein ausgestorbener Vogel mit z. T. reptilhaften Merkmalen - wird zwar als Zwischenglied zwischen Reptil und Vogel betrachtet. Er kann aber auch als eigenständige Gattung beurteilt werden. Bei der Evolution handelt es sich um eine Theorie, die letztlich nicht zu beweisen ist. Tatsächlich ist es, gerade wegen des naturwissenschaftlichen Befundes, nicht weniger glaubwürdig, davon auszugehen, daß das Leben von ein und demselben Baumeister - dem Schöpfergott - geschaffen und aus vielen ähnlichen Bauelementen zu ganz unterschiedlichen Lebewesen zusammengefügt wurde. Was sagen menschenähnliche Skelettfunde aus?In den letzten Jahrzehnten wurden viele Skeletteile ausgegraben, die man Vorstufen des Menschen zuordnet, so z.B. der "Neandertaler", Homo erectus (der "aufrechtgehende Mensch") oder Australopithecus (ausgestorbene Menschenaffengattung). Der Neandertaler wird heute in der Fachwelt allgemein als Mensch im vollen Sinne, wenn auch mit etwas ungewöhnlicher Anatomie betrachtet. Anatomische Neandertaler-Merkmale werden auch beim heutigen Menschen vereinzelt angetroffen. Australopithecus gilt derzeit als bester Kandidat für eine Übergangsstellung zwischen Menschenaffen und Menschen. Manche Merkmale, wie eine bestimmte Art des aufrechten Ganges sind tatsächlich relativ menschenähnlich, doch paßt Australopithecus in vielerlei Hinsicht nicht in eine Übergangsstellung (4). Ähnlichkeiten können anders als durch Abstammung auch rein funktional verstanden werden.Die Klassifizierung als "Altmensch", oder gar als "Affenmensch" und die Feststellung des Alters sind theoroiegeleitete Deutungen. Sie basieren auf dem evolutiven Vorverständnis, nach welchem sich alles von selbst durch Zufall und Notwendigkeit höherentwickelt hat. Dagegen lautet das biblische Vorverständnis: Der Mensch wurde von Gott von Beginn an als fertiges Wesen geschaffen. Daraus erfolgt eine völlig andere Deutung der selben Fakten: Im Laufe der Menschheitsgeschichte hat es zwar morphologische Veränderungen gegeben (z.B. den Neandertaler), aber eine Höherentwicklung aus dem Tierreich ist auszuschließen. Was ist zu Evolutionsmechanismen zu sagen?Die heute beobachtbaren Evolutionsfaktoren werden unter dem Begriff "Mikroevolution" zusammengefaßt und den noch nicht beobachteten makroevolutiven Typensprüngen gegenübergestellt (Junker & Scherer 1992). Die makroevolutive Entstehung des Lebens aus einfachen Vorfahren wird in der Evolutionslehre oft auf mikroevolutive Faktoren zurückgeführt. (Mutation, Rekombination, Selektion, genetische Drift, Isolation u.a.m.). Diese sollen in der Lage sein, neuartige biologische Information in einem komplexen Wechselspiel zu erzeugen. Experimente haben gezeigt, daß diese Evolutionsfaktoren jedoch nur eine begrenzte Variabilität des Lebens verursachen können. Makroevolutive Prozesse, bei denen neue Bauplanstrukturen entstehen, hat man dagegen nie beobachten können.Nicht nur Anhänger der Schöpfungslehre vertreten den Standpunkt, daß die Mechanismen der Darwin´schen Theorie auch in ihrer modernen Form die Entstehung neuartiger genetischer Information bisher nicht erklären können (z. B. LØvtrup 1987; Lönnig 1988; Schmidt 1990). Wir wissen bisher nicht, wie neuartige biologische Information durch bekannte naturgesetzliche Prozesse entstehen könnte (5). Was berichtet die Bibel über die Entstehung der Welt?Im Schöpfungsbericht (1. Mose 1 und 2) finden wir zahlreiche Detailaussagen zum Ablauf des Schöpfungshandelns Gottes (z. B. Schöpfungsdauer 6 Tage). Andere Stellen der Bibel geben weitere Hinweise. So schreibt Paulus, daß "in Jesus Christus, durch ihn und zu ihm hin alles geschaffen ist, was im Himmel und auf Erden ist" (Kolosser 1,16f). Im Römerbrief (5,12) weist er darauf hin, daß durch einen Menschen (Adam) die Sünde in die Welt gekommen ist und der Tod durch die Sünde.Demnach brachte das Ereignis des sogenannten Sündenfalls (als sich Adam und Eva von Gott abwandten) den Tod in diese Welt, und zwar erst, nachdem der Mensch fertig erschaffen war. Dieser Hinweis schließt eine evolutionäre Entwicklung des Menschen aus, denn das Evolutionssystem braucht den Tod als "Motor" der Entwicklung. Der Tod der unterlegenen Individuen kann nach biblischem Verständnis keine Grundlage für eine Höherentwicklung sein. Eine biologische Höherentwicklung ist ohnehin auf biblischer Grundlage nicht denkbar; höchstens eine Spezialisierung durch Aufspaltung und Zerfall genetischer Strukturen der ursprünglichen Schöpfung. Steht der biblische Schöpfungsbericht im Einklang mit der Wissenschaft?Die wissenschaftlichen Daten stehen nicht im Widerspruch zu Aussagen der Bibel. Daß die Erde der Mittelpunkt des Kosmos sei, war lange Zeit zwar kirchliche Lehre, aber nicht biblische Aussage. Die Kirche hatte sie unnötigerweise von Ptolemäus von Alexandrien übernommen (um 140 n. Chr.), denn bereits zu biblischen Zeiten und nicht erst seit Kopernikus (1473-1543) gab es die heliozentrische Sicht. Man berechnete sogar schon im 2. Jahrhundert vor Christus den Erdumfang ziemlich exakt mit Hilfe der Winkelfunktionen.Zahlreiche wissenschaftliche Daten finden im Rahmen der biblischen Schöpfungslehre sinnvolle, plausible Deutungen (z. B. Abgrenzung geschaffener Arten, begrenzte Variabilität der Arten, schnelle Bildung geologischer Schichten, Entstehung von Information). Dies bedeutet nicht, daß sich mit der Schöpfungslehre alle Verständnisfragen und Sinnzusammenhänge der beobachtbaren Natur lösen ließen. Biblisch gesehen ist das dem Menschen, mit seiner beschränkten Wahrnehmungsfähigkeit und Intelligenz, auch nicht möglich. Er ist und bleibt Geschöpf und nicht Schöpfer dieser Welt. Ist es wesentlich, welche Auffassung wir von der Entstehung der Welt haben?Ja, denn unsere Lebensäußerung ist ganz unterschiedlich, je nachdem, ob wir an ein Prinzip der Selbst-Entwicklung durch Zufall und Notwendigkeit glauben oder ob wir Gott als Schöpfer vertrauen, der sich in Jesus Christus als Erlöser offenbart hat:Evolutionsglaube:* Es ist ein Glaube an die "Fähigkeiten" der Materie. Zufall und Naturgesetze sollen komplexes Leben hervorgebracht haben. * Er basiert auf einem Prinzip, das als Motor den Tod hat (Kampf ums Dasein verbunden mit dem Aussterben unterlegener Spezies ). * Er fördert eine Situationsethik menschlicher Willkür. * Der Mensch wird als ein durch Zufall und Notwendigkeit höher entwickeltes Tier gesehen. An seiner Unvollkommenheit ist die Evolution schuld, die ihn noch nicht besser entwickelt hat. Konsequent zu Ende gedacht, entfallen dann, wie bei anderen Tieren auch, Schuld und Verantwortung. Der Mensch braucht demnach keine Vergebung. * Wer hofft, daß "Zufall und Notwendigkeit" eine bessere Welt schaffen, muß auch die Angst haben, daß die Welt durch einen unglücklichen Zufall wieder zerstört werden könnte. Christusglaube:* Es ist ein Glaube über die menschliche Vernunft hinaus. Wir können Gott mit unserem Verstand nur soweit fassen, wie er es uns ermöglicht.* Er gründet auf der Person Jesus Christus, der den Tod überwunden hat. * Er führt zu einer durch die Bibel geprägten Ethik. * Der Mensch ist ein von Gott gewolltes und geliebtes Geschöpf. * Jeder Mensch hat persönliche Schuld, denn alle Menschen werden seit dem Sündenfall ihrer Verantwortung vor Gott nicht mehr gerecht. Und: "Der Tod ist der Sünde Sold; die Gnadengabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn" (Röm. 6,23). * Wer auf Jesus Christus vertraut, erhält Vergebung und ein neues Leben. Er setzt sein Vertrauen darauf, daß Gott einst eine neue Welt schafft. Diese Hoffnung hat Bestand, auch wenn die jetzige Welt einmal ihr Ende findet. So ist die Evolutionstheorie ein irreführender, menschlicher Versuch, diese Welt zu erklären. Die Wahrheit, die zum Leben hilft, finden wir jedoch bei Jesus Christus. Dr.-Ing. Hartmann Bader / Dr. Reinhard Junker (1) Beste/v. Puttkamer in: VDI-Magazin 6/86, S.19. (2) Junker/Scherer: Entstehung und Geschichte der Lebewesen, S.15, Weyel Lehrmittelverlag, Gießen, 3.Aufl. 1992 (3) Gitt: Am Anfang war die Information, S.103, Hänssler, Neuhausen 1994 (4) Brandt: Der Ursprung des aufrechten Ganges, Studium Integrale, Neuhausen 1995 (5) Scherer in: Die Suche nach Eden, S.46, Hänssler, Neuhausen 1991 |
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