
![]() Leseprobe aus Das Fundament 1/2010
Haben Sie ein Fundament?Gottfried Meskemper war langjähriger 1. Vorsitzender des DCTB. Er lebt im tätigen Ruhestand in Bremen. In diesem Beitrag erzählt er, wie er in Bremen vor dem Hauptbahnhof auf das entscheidende Fundament „Jesus Christus“ aufmerksam machte. „Haben Sie ein Fundament?“ „Nein!“ Unser Periodikum – „Das Fundament“ – griffbereit, fragte ich im Mai 2009 Kirchentagsbesucher in Bremen nach ihrer Lebensbasis. Lautete die Antwort „Nein“, dann zog ich es hervor und sagte: „Dann habe ich hier ein Fundament für Sie, darauf können sie bauen.“ Die meisten Angesprochenen waren viel zu verblüfft, als dass sie „Nein, danke“ hätten sagen können (natürlich gab es die auch, aber sehr selten). Fragte jemand zurück: „Wie meinen Sie das?“, sagte ich: „Haben Sie schon ein Lebensfundament?“ Auch da schwankten die Antworten zwischen „Nein“, „Vielleicht“ und „Ja“. „Ich weiß nicht…“ antworteten die vorbeihastenden Besucher nur sehr selten, es blieb ihnen ja auch nicht Zeit genug zum Überlegen. Aber immer war in den Gesichtern Nachdenklichkeit zu lesen und meistens wurde mir „Das Fundament“ auch widerspruchslos abgenommen. Es zeigte sich dabei sehr schnell, wie gut sich der Titel unseres Mitteilungsblattes als Traktat eignet. Für jede Lage ein Fundament-HeftAn der Straßenbahnhaltestelle saß ein Mann recht einsam, und auf meine Frage nach dem Fundament sagte er: „Ja, aber ich möchte nicht darüber sprechen.“ Meine Antwort: „Na, gut, Sie müssen ja auch nicht, aber vielleicht lesen Sie „Das Fundament“ einmal, dann werden Sie wissen, ob Sie wirklich ein Fundament haben.“ Er nahm es, wenn auch etwas zögerlich. Wenn jemand auf die Frage: „Haben Sie schon ein Fundament?“ mit „JA!“ antwortete, konnte ich gleich nachschieben mit der Frage: „Welches?“ Dann gab es verlegene bis flapsige Antworten wie: „Das, auf dem mein Haus gebaut ist“ oder „Das, worauf ich hier gerade stehe“, aber auch „Jesus Christus“. Im ersten Fall konnte ich nachfragen: „Meinen Sie, dass das für Ihr ganzes Leben reicht?“ und „Das Fundament“ übereichen, im zweiten: „Dann ist dieses Heft für Sie genau das Richtige.“ Am zweiten Tag bot ich es den aus den Bahnhof hervorquellenden Besuchern an mit: „Willkommen in Bremen“ am letzten Tag mit: „Kommen Sie gut nach Hause.“ Dem freundlichen Ansprechen kann sich kaum einer entziehen und tat es doch mal jemand, so habe ich das Angebot kurz unterbrochen, weil ich merkte, lehnt erst einer ab, halten es die Nachfolgenden genauso. Wenn „die Luft wieder rein war“, habe ich unverdrossen von vorne begonnen und siehe, die Vorübergehenden nahmen „Das Fundament“ wieder ganz unbefangen an. „Das Fundament“ war nicht das einzige Traktat, das mir zur Verfügung stand – und so viele waren es ja nun auch nicht – ich hatte mir von Prof. Gitt, der in den Tagen des Kirchentages in unserer Gemeinde Vorträge hielt – einen Karton Traktate mitbringen lassen mit Titeln wie „Wer ist der Schöpfer?“, „Wie komme ich in den Himmel?“, „Krippe, Kreuz und Krone“ oder „Was Darwin noch nicht wissen konnte“. Ein schöner TagWaren es jugendliche Besucher, sagte ich: „Welcome to Bremen“ und wenn sie es nahmen: „Have a nice day.“ Das animierte die Nachfolgenden, auch nach einem Traktat zu greifen. Auch mit dem Wunsch: „Einen schönen Tag in Bremen“ – die Sonne schien Gott sei Dank recht munter – war ein Lockmittel. Die meisten reagierten auf eine freundliche Ansprache mit einem leichten Lächeln im Gesicht sehr positiv. Es gab auch den einen oder anderen, der im Vorbeigehen nicht mitbekommen hatte, dass da was verteilt wurde, der wieder umdrehte und fragte: „Kann ich auch eins haben?“ „Natürlich, dazu bin ich ja hier.“ Es gab auch andere Verteiler mit ganz entgegengesetzten Tendenzen, die mir ihre Flyer anboten. Dann sagte ich: „Ja, gern, aber nur, wenn Sie auch was von mir nehmen.“ Mit einem Augenzwinkern auf beiden Seiten lässt sich eben auch ein solch „wertvoller“ Tausch bewerkstelligen. Für eine Traktataktion ist ein Kirchentag doch gar nicht so schlecht. Letzte Frage: „Haben Sie schon ein Fundament?“ |
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Deutscher Christlicher
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