
![]() Leseprobe aus Das Fundament 1/2010
Jahreslosung 2010Euer Herz erschrecke nicht. Glaubt an Gott und glaubt an mich.Johannes 14, 1Jens Höner, Korntal Liebe Freunde und Geschwister im DCTB! Wie bereits in den beiden vorangegangenen Jahren ist auch die Jahreslosung für 2010 ein Jesus-Zitat. Als Wort des Trostes und der Ermunterung soll es uns durch das vor uns liegende Jahr begleiten. Das ist auch bitter nötig. Kann man bei dem, was wir täglich sehen und hören, nicht erschrecken oder geradezu bestürzt sein? Doch! Trotzdem gibt uns das Wort Gottes einen guten Grund, nicht bestürzt zu sein. „Euer Herz erschrecke nicht. Glaubt an Gott und glaubt an mich.“ Mit dieser Aussage Jesu werden wir mitten in das Passionsgeschehen hinein genommen. Es ist der Vorabend der Kreuzigung. In einem angemieteten Raum ist Jesus mit seinen Jüngern zum Passahmahl versammelt. Dort gibt er seinen Jüngern noch einige abschließende Hinweise, denn sein irdisches Wirken wird bald zu Ende sein. Am Beispiel der praktischen Tat durch die Fußwaschung für alle Jünger, einschließlich des Judas, lässt er keinen Zweifel an seiner eigenen Position gegenüber seinem himmlischen Vater aufkommen. Zugleich rückt er die persönlichen Wünsche und Vorlieben seiner Jünger zurecht. „Ein Diener ist nicht größer als sein Herr und ein Gesandter nicht größer als der, der ihn gesandt hat“ ( Johannes 13 ,16). In diese angespannte und für die Jünger zunehmend befremdliche Situation hinein sagt Jesus seinen unmittelbar bevorstehenden Verrat voraus: „Als Jesus dies gesagt hatte, wurde er im Geist erschüttert und bezeugte und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Einer von euch wird mich überliefern“ (Johannes 13, 21). Die Jünger erkennen die ganze Dimension dessen, was da vor sich geht, noch gar nicht. Aber Jesus weiß, dass auch für sie die Erschütterung kommen wird. Es stehen ihnen harte Glaubensprüfungen bevor. Gleich zwei Mal in diesem Kapitel ermutigt Jesus seine Jünger, nicht zu erschrecken, nicht im Glauben zu verzagen. Erstens in Johannes 14 Vers 1 und dann einige Sätze später: „Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch. Euer Herz sei nicht bestürzt, sei auch nicht furchtsam“ (Vers 27). Die Situation spitzt sich noch zu, als Jesus zum bevorstehenden Verrat den Hinweis gibt, dass dieser Verräter sogar aus dem Kreis der Jünger sein wird. Das traut wirk-lich keiner dem anderen zu. Verrat an ihrem Herrn und Meister? Das übersteigt ihr Vorstellungsvermögen bei weitem. Es ist ein eindringliches Werben Jesu um Vertrauen. Mit den Worten „Ihr glaubt an Gott, glaubt auch an mich“ versucht er erneut, seine Gott-gleichheit in Menschengestalt seinen Jüngern nahe zu bringen. Johannes berichtet schon in Kapitel 10, 30 die Worte: „Ich und der Vater sind eins“. Untrennbar sind Vater und Sohn miteinander verbunden. Diese Untrennbarkeit ist das Charakteristikum der Beziehung zwischen Jesus und seinem Vater im Himmel. Als Jesus später mit seinen Jüngern in den Garten Gethsemane geht, wird auch er von Angst erfüllt. Doch im Gebet bringt er diese Angst vor seinen Vater und erfährt Stärkung durch ihn. „Not lehrt beten“, sagt der Volksmund. Bei Jesus war es allerdings weniger die eigene, sondern die Not anderer, die ihn immer wieder in die Zweisamkeit, in die Stille mit Gott, führte. Das soll uns erneut Hinweis, Ermahnung und Ansporn sein, dass das persönliche Gebet und die Zeit mit Gottes Wort unersetzlich sind. Wenn schon Jesus, der Sohn Gottes, das so praktizierte, wie viel mehr brauchen wir dann die Zeiten der Zweisamkeit mit Jesus. Die Jahreslosung für 2010 fordert uns in gewisser Weise dazu auf, uns mehr zu Jesus Christus zu bekennen. Im allgemeinen Sprachgebrauch und selbst auf großen evangelistischen Veranstaltungen ist meist ganz allgemein von Gott die Rede. Wir sollten sagen, welchen Gott wir meinen. Wer Christ ist, weist auf Christus hin. Wir wissen alle nur zu gut, dass auch unsere Herzen leicht verzagen können. Das Leben als Christ ist im vergangenen Jahr in den meisten Fällen wohl nicht unbedingt leichter geworden. Das Gute an Krisen allerdings ist die Suche nach Auswegen und die Erkenntnis, dass es bei Jesus neue Hoffnung gibt. Geht es uns Menschen gut, dann vergessen wir sehr schnell, wem wir das alles zu verdanken haben, und betrachten das Wohlbefinden als Selbstverständlichkeit. Wenn der Wind kräftiger bläst, lässt uns das näher zusammen und vor allem näher an unseren Erlöser rücken. Das ist gerade jetzt, wo die Welt in den letzten Atemzügen liegt, das Entscheidende. Auch im DCTB kann es 2010 nur darum gehen, Jesus zu vertrauen. Wer das tut, dessen Herz kann unverzagt und hoffnungsvoll in die Zukunft blicken. Ich wünsche uns allen den zuversichtlichen Aufblick auf unseren wiederkommenden Herrn Jesus Christus. Ihr Jens Höner, 1. Vorsitzender |
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Deutscher Christlicher
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